Psychodynamische Psychotherapie für soziale Angst

Inzwischen gibt es mehrere Psychotherapieformen, die sich bei der Behandlung der sozialen Angststörung bewährt haben. Einer dieser Ansätze ist die psychodynamische Therapie.

Sie gehörte lange Zeit nicht zu den Standard-Behandlungsempfehlungen für sozialphobische Menschen, da es an ausreichender Evidenz für ihre Wirksamkeit mangelte. Dies hat sich jedoch im letzten Jahrzehnt geändert.

Die psychodynamische Therapie (PDT) hat sich bei der Behandlung der sozialen Angststörung als ebenso wirksam erwiesen wie die kognitive Verhaltenstherapie (KVT). Während die KVT kurzfristig etwas bessere Ergebnisse erzielen kann, ist die PDT langfristig genauso wirksam und stellt eine valide Behandlungsoption dar.

Wirf einen Blick auf die folgenden Statistiken aus einer Langzeitstudie, die von Leichsenring und Kollegen (2014) durchgeführt wurde. Man erkennt dort, dass KVT und PDT beim Wirkungsvergleich 2 Jahre nach der Behandlungsintervention zu fast identischen Ergebnissen geführt hatten.

Die Ansprechrate bezieht sich auf den Prozentsatz der Patienten, die aufgrund der Behandlung eine signifikante Abnahme der sozialen Ängste erlebten. Die Remissionsrate gibt den Prozentsatz der Patienten an, die ihre soziale Angststörung vollständig überwinden konnten.

In einer Langzeitstudie wurde eine nahezu identische Wirksamkeit von kognitiver Verhaltenstherapie und psychodynamischer Therapie bei der Behandlung der sozialen Angststörung festgestellt.

Viele sozial ängstliche Menschen sprechen nicht auf die Standard-Behandlungsempfehlung der KVT an und viele sind abgeschreckt von der Vorstellung, sich schrittweise den Situationen auszusetzen, die sie fürchten.
Dies führt nicht nur dazu, dass viele Menschen den Behandlungsprozess vorzeitig abbrechen, sondern auch dazu, dass viele die Behandlung gar nicht erst beginnen.

Die PDT ist eine gute Option für diese Personen, aber auch für diejenigen, die ein tieferes Verständnis für ihr Problem suchen.

Hier werden wir einen genaueren Blick auf diesen Ansatz werfen und aufschlüsseln, wie er soziale Ängste erklärt und behandelt.

Was ist psychodynamische Therapie?

Die psychodynamische Therapie analysiert die spezifische Art und Weise, in der eine Person mit anderen in Beziehung steht. Sie basiert auf einer psychoanalytischen Grundlage und geht davon aus, dass zwischenmenschliche Beziehungen die treibende Kraft der menschlichen Psyche sind. Die Einsicht in diese meist unbewussten Beziehungsmuster kann zu einer Symptomlinderung führen.

Aufgrund ihrer psychoanalytischen Wurzeln legt die PDT großen Wert auf das Unbewusste, die therapeutische Beziehung und eine analytische Haltung. Daher wird sie im englischsprachigen Raum oft auch als relational psychoanalysis bezeichnet. Im deutschsprachigen Raum fallen die tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie und die analytische Psychotherapie in diese Kategorie.

Mit dem Fokus auf den zwischenmenschlichen Beziehungen des Patienten versucht die Behandlung vor allem die folgenden Aspekte zu analysieren:

  • Die wichtigsten Bindungen des Patienten (Seine wichtigsten Beziehungen)
  • Das Beziehungsumfeld (Zu wem hat der Patient Beziehungen? Wie bedeutsam sind diese Beziehungen für ihn?)
  • Intersubjektivität (Entsteht, wenn zwei Menschen miteinander interagieren; sie hat bewusste und unbewusste Komponenten)
  • Objektbeziehungen (In der PDT bezieht sich “Objekt” auf eine Person, die für den Patienten eine affektive Bedeutung hat)

Schauen wir uns einmal genauer an, warum die zentralen Beziehungen des Patienten so wichtig sind.

Die Bedeutung der Bindung in der psychodynamischen Behandlung

Wenn wir Probleme mit den Menschen haben, die uns am wichtigsten sind, spricht man in der psychodynamischen Therapie von einem Beziehungskonflikt (auch: dynamischer Konflikt). Wenn der dynamische Konflikt bedeutsam ist und unbewusst oder ungelöst bleibt, können als Folge davon Symptome auftreten.

Der psychodynamischen Theorie zufolge ist die Bindung das Rohmaterial des psychischen Lebens und wir sind das Ergebnis des Durchlebens dieser Beziehung.

Anders ausgedrückt: Unsere wichtigsten Beziehungen liefern die Substanz, aus der wir gebaut sind. Ohne sie würden wir nicht existieren. Wir existieren nur in Beziehung zu anderen.

Daher liegen die Beziehungen des Patienten im Kern der PDT.

Beziehungstheorie & Soziale Angststörung

Es gibt viele wichtige Vertreter der psychodynamischen Theorie. Die folgenden drei Autoren sind jedoch am wichtigsten, wenn es um die Entwicklung der sozialen Angst geht.

John Bowlby (britischer Psychiater & Psychoanalytiker)

Bowlby prägte den Begriff des Bindungsstils. Er glaubte, dass die Mutter-Kind-Beziehung (oder eine andere primäre Bezugsperson) unsere Beziehungsmuster für den Rest unseres Lebens stark beeinflusst.

Suchen wir enge Bindungen oder halten wir andere auf Distanz? Sind wir von der Angst getrieben, verlassen zu werden, oder vertrauen wir anderen?

Wenn diese entscheidende, erste Beziehung zu unserer Mutter nicht sicher und gefestigt ist, können wir einen unsicheren Bindungsstil entwickeln, der mit vielen psychologischen Problemen, wie z. B. sozialen Ängsten, in Verbindung gebracht wird.

Donald Winnicott (britischer Kinderarzt & Psychoanalytiker)

In ähnlicher Weise glaubte Winnicott, dass die Mutter (oder eine andere primäre Bezugsperson) eine entscheidende Rolle für die psychologische Entwicklung ihres Kindes spielt. Er schlug das Konzept der “good enough mother” vor.

Er argumentierte, dass die Mutter nicht perfekt sein muss, solange sie die Bedürfnisse des Kindes auf eine gut genügende Weise erfüllt. Wenn sie dies nicht tut, kann ihr Kind das Gefühl haben, dass sein wahres Selbst für sie inakzeptabel ist, was zur Entwicklung eines falschen Selbst führt.

Dies wird als psychologischer Abwehrmechanismus gesehen, um das wahre Selbst des Kindes zu schützen und kann zu sozialer Angst führen.

Melanie Klein (österreichische Psychoanalytikerin)

Klein argumentierte, dass einer der wesentlichen Konflikte, mit denen wir als Kinder konfrontiert sind, die Erkenntnis ist, dass wir von unserer Mutter (oder einer anderen primären Bezugsperson) getrennt sind. Das Kind begreift an diesem Punkt, dass Mutter (Objekt) und Kind (Subjekt) nicht ein und dieselbe Einheit sind.

Wenn dies geschieht, wird dem Kind bewusst, dass es die Mutter sowohl liebt als auch hasst. Dieser Hass entsteht, indem das Kind seine eigenen destruktiven Anteile auf sie projiziert. Daraus resultiert die Angst, bestraft zu werden (Klein nennt dies die “paranoide Position”).

Wenn es dem Kind gelingt, anzuerkennen, dass die Mutter gute und schlechte Seiten hat, erlebt es Schuldgefühle und möchte den angerichteten Schaden (den es in seiner Phantasie verursacht hat) reparieren. Dies wird die “depressive Position” genannt.

Gelingt dieser Prozess der (imaginären) Wiedergutmachung nicht, kann sich soziale Angst entwickeln, weil die Objekte als feindlich und verfolgend erlebt werden.

Among psychodynamic theorists, there is a strong consensus about the importance of the mother-child relationship, especially during early childhood.

Unter psychodynamischen Theoretikern gibt es einen großen Konsens über die Bedeutung der Mutter-Kind-Beziehung, besonders in der frühen Kindheit.

Im folgenden findest du eine Liste von Kindheitserlebnissen, die häufig von sozial ängstlichen Personen berichtet werden (Baeza, 2007):

  • Das Gefühl, dass Liebe, Anerkennung oder sogar Aufmerksamkeit erreicht werden musste (anstatt bedingungslos bereitgestellt werden).
  • Die Beziehungen zu der/den primären Bezugsperson(en) waren unsicher und unberechenbar (statt sicher und zuverlässig).
  • Allgemeiner Mangel an emotionaler Unterstützung und Aufwachsen in einem kritischen familiären Umfeld (anstelle von unterstützenden Bezugspersonen).
  • Das Gefühl, in entscheidenden Momenten der Kindheit verlassen worden zu sein (was oft zu Angst führt, sich an andere zu binden).

Wie du sehen kannst, bestimmt die Qualität der ersten wichtigen Bindung(en) eines Kindes die psychologischen Grundlagen für den Rest seines Lebens.

Das heißt aber nicht, dass dieser prädisponierende Rahmen später nicht verändert werden kann. Genau hier setzt die psychodynamische Therapie an.

Wie wird soziale Angst in der psychodynamischen Therapie behandelt?

Ähnlich wie die Psychoanalyse ermutigt die psychodynamische Therapie den Patienten, so viele seiner psychologischen Erfahrungen wie möglich in Worte zu fassen.

Die Behandlung ist nicht belehrend und geht davon aus, dass der Patient selbst, nicht der Therapeut, das Wissen besitzt, das eine Heilung herbeiführen kann.

Dieses Wissen ist jedoch meist unbewusst. Die Aufgabe des Therapeuten ist es, dem Patienten zu helfen, Zugang zu diesem verborgenen Wissen zu bekommen und seiner Erfahrung einen Sinn zu geben.

Ein Hauptwerkzeug, um dies zu tun, ist die therapeutische Beziehung. Wenn Patient und Therapeut zusammenarbeiten, wirkt ihre gegenseitige Beziehung als treibende Kraft für Veränderung.

Infografik: Zwischen Therapeut und Patient entwickelt sich eine Beziehung, die zu bewusster und unbewusster Kommunikation führt. Die therapeutische Beziehung kann zu einer transformierenden Erfahrung führen.

Während des Behandlungsprozesses versuchen Patient und Therapeut, die Beziehungserlebnisse zu entdecken, die das Auftreten der sozialen Angst verursacht haben.

Gleichzeitig achten sie genau auf die aktuellen Beziehungen des Patienten und sehen, ob sie sich im Laufe der Zeit verändern.

In gewissem Sinne hat die therapeutische Beziehung das Potenzial, eine korrigierende Erfahrung für den Patienten zu bieten, die allen emotionalen Bedürfnissen gerecht wird, die im Laufe der Behandlung auftauchen können.

Im Gegensatz zur symptomfokussierten kognitiven Verhaltenstherapie hat die traditionelle PDT eine wichtige asketische Komponente.

Das bedeutet, dass die PDT nicht nach einer Heilung spezifischer psychologischer Probleme an sich sucht. Stattdessen versucht sie, Selbsterkenntnis zu kultivieren, was zu selbst-transformierenden Erfahrungen führen kann.

Aufgrund ihrer lindernden Wirkung wird sie jedoch heute häufig als Mittel zur Symptomreduktion eingesetzt. Es gibt mehrere Kurzinterventionen (10-36 Sitzungen), die nachweislich soziale Ängste recht zuverlässig reduzieren (Bögels, Wijts, Oort, & SallaertsJohansson et al., 2017Leichsenring et al., 2013).

Zu den objektiven Veränderungen, die oft während des Behandlungsprozesses beobachtet werden können, gehören:

  • Verbesserte Kommunikationsfertigkeiten
  • Besseres Konfliktmanagement
  • Verbessertes Durchsetzungsvermögen
  • Verminderte soziale Isolation

Die psychodynamische Behandlung ist jedoch besonders an den subjektiven Veränderungen interessiert, die der Patient erlebt.

Aufgrund ihrer Eigenart können sie nicht verallgemeinert werden. Bemerkenswert sind jedoch die signifikanten Reduzierungen der sozialen Angst, die die meisten der in diese Studien eingeschlossenen Patienten aufweisen.

Ein wichtiger Bestandteil der PDT ist die analytische Sichtweise, die der Patient beim Durchlaufen des therapeutischen Prozesses entwickeln kann. Indem er alle seine wichtigen Beziehungen im Detail analysiert, wird diese Einstellung den Patienten wahrscheinlich auch nach Abschluss der Behandlung begleiten.

An important component of psychodynamic therapy is the analytic view the patient is likely to develop while passing through the therapeutic process. By analyzing all their important relationships in detail, this attitude is likely to accompany the patient even after they finish treatment.

Der Prozess des Erkennens und der Bewältigung von zwischenmenschlichen Spannungen und Konflikten, die in der therapeutischen Beziehung erlebt werden, kann dann auf die bedeutsamen Beziehungen des Patienten außerhalb des therapeutischen Settings angewendet werden. Daher hat die PDT häufig beträchtliche Langzeiteffekte.

Werfen wir einen Blick auf eines der vielen Konzepte, die oft in der Behandlung angewendet werden.

Das zentrale Beziehungs-Konflikt-Thema (ZBKT) 

Ein Konzept, das von psychodynamischen Therapeuten häufig verwendet wird, um problematische Beziehungsmuster zu identifizieren und zu bearbeiten, ist das zentrale Beziehungs-Konflikt-Thema (ZBKT; Luborsky, 1984).

Es bezieht sich auf ein verhängnisvolles Muster beim Umgang mit anderen und besteht aus drei verschiedenen Elementen. Einem Wunsch des Subjekts (W), einer Reaktion des Objekts (RO) und einer Reaktion des Subjekts (RS).

Infografik zur Veranschaulichung des zentralen Beziehungs-Konflikt-Themas (ZBKT) von Luborsky.

Ein Beispiel für ein ZBKT einer sozial ängstlichen Person könnte etwa so aussehen (Gabbard, 1992, zitiert in Leichsenring, Beutel, & Leibing, 2007):

“Ich wünsche mir, von anderen bestätigt zu werden (W). Die anderen werden mich jedoch demütigen (RO). Ich schäme mich und bekomme Angst vor dem Zusammensein mit anderen, also habe ich beschlossen, mich nicht zu zeigen (RS, Symptome einer sozialen Phobie).”

Obwohl dies ein gängiges Beispiel ist, solltest du bedenken, dass sich das ZBKT von sozial ängstlichen Menschen deutlich von dem obigen Beispiel unterscheiden kann.

Wichtig zu beachten ist, dass das ZBKT aktiviert wird, wenn eine sozial phobische Person externe und interne Gefahren wahrnimmt.

Wichtig zu verstehen ist, dass das ZBKT aktiviert wird, wenn eine Person mit sozialer Phobie äußere und innere Gefahr wahrnimmt.

Während der Behandlung versuchen Therapeut und Patient, das spezifische ZBKT des Patienten zu identifizieren, das eng mit den sozialen Angstsymptomen verbunden ist.

Anschließend stellt dieses spezifische Beziehungsmuster das Hauptthema im therapeutischen Prozess dar.

Wenn Patient und Therapeut eine starke therapeutische Allianz aufbauen, können sie herausfinden und analysieren, wie sich das ZBKT im therapeutischen Setting zeigt.

Auf diese Weise kann das zentrale Beziehungskonfliktthema aktiv verändert werden, was dann zu einer Reduktion der sozialen Angst führen kann.

Unterschiede zur traditionellen Psychoanalyse

Angesichts ihrer Ähnlichkeiten stecken viele Menschen die Psychoanalyse und andere psychodynamische Ansätze in die gleiche Kiste. Schließlich ist die Psychoanalyse ein psychodynamischer Ansatz und liefert den Hintergrund, in dem andere dynamische Ansätze verwurzelt sind.

Es gibt jedoch einige wichtige Unterschiede, die eine Unterscheidung zwischen den beiden rechtfertigen. Werfen wir einen kurzen Blick auf sie.

Traditionelle Psychoanalyse(Andere) psychodynamische Ansätze
Die Triebe und Impulse des Subjekts (Klienten/Patienten) stehen im Vordergrund.Die Beziehung zwischen dem Subjekt und anderen steht im Vordergrund.
Das Objekt (die andere Person) wird als ein Mittel zum Zweck gesehen, um das Subjekt zu befriedigen.Subjekt und Objekt sind aufeinander angewiesen, da es ihre gemeinsame Beziehung ist, die zur Zufriedenheit führt.
Beziehungen sind ein Mittel zum Zweck, um Befriedigung zu erlangen.Beziehungen liefern die Substanz, aus der wir gebaut sind. Wir brauchen sie, um zu existieren.
Die Entwicklung des Subjekts erfolgt, indem es seine Triebe befriedigt und lernt, sie zu kontrollieren.Das Subjekt entwickelt sich im Umgang mit anderen und indem es wichtige Bindungen aufbaut.

Ist eine psychodynamische Therapie die richtige Wahl für dich?

Inzwischen erkennst du wahrscheinlich, dass die PDT eine geeignete Behandlungsoption für Menschen mit sozialer Phobie ist. Das bedeutet jedoch nicht, dass sie automatisch die richtige Wahl für dich in deiner speziellen Situation ist.

Um es einfach auszudrücken: Wenn du nach einem symptomorientierten Ansatz suchst, der dir spezifische Techniken beibringt und zu schnellen Ergebnissen führen kann, ist die KVT vielleicht die bessere Option.

Die PDT bietet jedoch einen tiefgründigeren Ansatz und hat das Potenzial, die Grundursache deiner sozialen Ängste zu adressieren (und nicht nur an der Oberfläche zu kratzen).

(Da wir auf dieser Website unvoreingenommene Informationen bereitstellen wollen, möchten wir darauf hinweisen, dass viele KVT-Therapeuten der Meinung sind, dass unsere verzerrten Ansichten, irrationalen Gedanken und maladaptiven Vermeidungsverhaltensweisen die Grundursache für soziale Ängste sind. Nach dieser Ansicht adressiert die KVT die Grundursache sozialer Ansgt).

With that said, PDT offers a more profound approach and has the potential to address the root cause of your social anxiety (and not just scratch the surface).

Auch wenn es schwer zu erkennen ist: Ängste sind oft das Ergebnis von zwischenmenschlichen Spannungen, Konflikten und Schwierigkeiten. Diese zu erkennen und deine Beziehungsmuster zu ändern, kann einen tiefgreifenden, positiven Einfluss auf deine Symptome haben.

Außerdem kann die PDT, wie die oben erwähnten Studien gezeigt haben, zu schnellen Ergebnissen führen.

Letztendlich kannst nur du entscheiden, ob ein psychodynamischer Ansatz das Richtige für dich ist oder nicht. Wenn du unter sozialer Ansgt leidest, ist das Wichtigste, dass du einen therapeutischen Prozess beginnst. Sei es PDT, KVT oder eine andere effektive Therapie, die wir in unserem vollständigen Behandlungsleitfaden aufführen.

Wenn du dir nicht sicher bist, welche Art von Ansatz eine Einrichtung oder ein Therapeut anbietet, sprich sie darauf an und frage nach. So erhöhst Du die Chancen, eine Therapie zu beginnen, die Du magst und auch durchziehen wirst.

Fazit

  • Die psychodynamische Therapie basiert auf der Idee, dass zwischenmenschliche Beziehungen der Grundstoff sind, aus dem wir geschaffen sind.
  • Es gibt zahlreiche Perspektiven, die sich leicht unterscheiden. Es besteht jedoch ein allgemeiner Konsens darüber, wie wichtig die Beziehung zwischen Kind und Mutter in der frühen Kindheit ist und wie sie unsere psychologische Verfassung für den Rest unseres Lebens prägt.
  • Warum genau wir unter sozialer Angst leiden, ist schwer zu bestimmen und lässt sich nur schwer verallgemeinern. Die Beantwortung dieser Frage für eine bestimmte Person ist eines der Ziele der PDT.
  • Die Grundlage der psychodynamischen Behandlung ist die Beziehung und Kommunikation zwischen Patient und Therapeut.
  • Die Behandlung zielt darauf ab, die Angst zu unter Kontrolle zu bringen und zu lernen, mit ihr zu leben. Dies wird dadurch erreicht, dass wir die spezifische Art und Weise verstehen, in der wir uns zu anderen Menschen verhalten.
  • Die psychodynamische Therapie ist eine wirksame Behandlung für die soziale Angststörung, besonders auf lange Sicht.
  • Die Art der Therapie, die du suchst, und der Therapeut, den du auswählst, haben einen wichtigen Einfluss darauf, ob du sie als hilfreich empfindest und sie wirklich durchziehst. Erkundige dich, welche Art von Therapie angeboten wird, und scheue dich nicht, den Therapeuten zu wechseln, wenn du das Gefühl hast, dass es zwischen euch irgendwie nicht passt.

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